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    Trompeterkorps 8. Husaren Buke

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    Traditionsmusikkorps erstes Garderegiment zu Fuß

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Beiträge

 

 

Preußens Gloria
Traditionsmärsche der Garnison Koblenz

Wenn man um die Wirrnisse weiß, die bei manchen Musikkorps letztlich vielleicht doch zu einer neuen CD führen, dann kommt diese neue Produktion des Heeresmusikkorps 300 unter der Leitung von Oberstleutnant Robert Kuckertz wirklich preußisch daher: Gediegene deutsche Militärmusik, überzeugend vorgetragen und auf hohem Niveau. In einem prägnanten Begleittext wird aufgezeigt, was früher die Garnison Koblenz ausmachte und so wird auch ohne weiteres verständlich, dass sich dies in „ihrer“ Musik niederschlagen müsste.

Wenn auch einige der schönsten deutschen Militärmärsche auf dieser CD zu finden sind, wird der orthodoxe Liebhaber wahrscheinlich doch wieder meinen, als Mangel feststellen zu müssen, dass ihm hier „wieder einmal nichts Neues“ geboten wird. Wohl wahr, aber es ist auch nur die halbe Miete, denn wie es der Titel der CD verrät, ist das Band, welches die Märsche der CD „Preußens Gloria“ umspannt, ihr Gebrauch bei den Regimentern und Bataillonen ist, die in Koblenz stationiert waren.

Bemerkenswert erscheint mir, dass einige der bei uns sträflich vernachlässigten Ordonnanzstücke für Trommler und Pfeifer eingespielt wurden, handelt es sich hier doch um die eigentliche Musik der Truppe. Besonderheiten der Aufstellung und des Protokolls unterstrichen dies in geradezu dramatischer Weise. So schlugen die Spielleute „ihre“ Märsche selbst dann weiter, wenn das angetretene Musikkorps die Nationalhymne spielte. Solche Besonderheiten waren allerdings auch früher keinesfalls allen klar. Heute nun würde es vermutlich niemand mehr bemerken, gäbe es noch diesen musikalischen Gebrauch.

Die Koblenzer Musiker unter OTL Kuckertz unterhalten uns hier mit einigen schönen Präsentier-märschen, wobei das musikalische Gepräge des 18. Jahrhunderts im „Marsch 1741“ (Friedrich II. der Große) oder dem „Rheinströmer“ in fesselnder Weise förmlich zu fühlen ist. Diesen Märschen stehen von ihrer Natur her die feierlich-festlichen Klänge bekannter (langsamer) Stücke für berittene Truppen am nächsten. Fast hätte man sich gewünscht, dass in der Garnison Koblenz mehr Märsche wie der „Parademarsch B-Dur“ von Lorenz gespielt worden wären und nicht nur die exzellenten, aber doch bekannteren Märsche wie Möllendorfs „Parademarsch Nr. 1“ oder „Des Großen Kurfürsten Reitermarsch“. Musikalischer Gegenpol sind auf der CD die männlich vorgetragenen „Klassiker“ aus der Sammlung II der Kgl. Preußischen Armeemärsche. Hier erinnert man sich einmal mehr, dass „urdeutsche“ Märsche wie der „Alexandermarsch“ von Leonhardt sowie der „Marsch nach Motiven aus Quadrillen“ von Johann Strauss I, die hierzulande unter den Freunden der Marschmusik nun wirklich jedes Kind kennt, in ihrer Heimat Österreich (nach wie vor) gänzlich unbekannt sind. Wer um die „Frotzeleien“ zwischen Badenern und Schwaben weiß, wird sich eines Schmunzelns nicht erwehren können, dass der bekannteste „badische Armeemarsch“ aus der Feder eines württembergischen Militärkapellmeisters, Carl Haefele nämlich, stammt. Auf alle Fälle demaskiert die packende Interpretation des Marsches durch das HMK 300 solche Überlegungen nun wirklich als „Gedanken von geringem Aussagewert“.
Wir wünschen der neuen CD, welche Musik aus der alten preußischen Garnison Koblenz festhält, guten Erfolg, denn sie bietet Militärmusik vom Feinsten, die an keiner Stelle Wünsche offen lässt.

 

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