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    Trompeterkorps 8. Husaren Buke

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    Traditionsmusikkorps erstes Garderegiment zu Fuß

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HomeHinweiseCD 8. Husaren Buke

CD Husaren voran!
Trompeterkorps 8. Husaren Buke

Im Anschluss an die Jahrestagung der DGfMM 2008 in Delbrück reifte nach einem Konzert des Trompeterkorps 8. Husaren Buke die Idee, die dort (wieder) aufgeführten Reitermärsche in einem CD-Projekt zu dokumentieren und um eine Auswahl weiterer Märsche und Dienststücke zu ergänzen.
Kavalleriemusik ist sozusagen Musik mit Ecken und Kanten: rauer Blechklang, allenfalls begleitet vom markanten Akzent der Pauken. Es ist eine kraftvoll-herbe Musik, die den Zuhörer dennoch in ihren Bann schlägt, geschrieben für das Musizieren zu Pferde, inmitten klappernder Hufe und klirrender Ausrüstung, zwischen Häuserzeilen oder auf mehr oder weniger staubigen Truppenübungsplätzen. Da klingt die „Annenpolka“ eben anders als im Café.
Diese einzigartige musikalische Atmosphäre wird durch die Buker Husaren auch für diejenigen nachvollziehbar, die keine deutschen Trompeterkorps zu Pferde mehr kennen. Puristen mögen einwenden, dass Arrangements und Blechbesetzung der Aufnahme nicht 1:1 den Besetzungsschemata entsprechen – weder den ohnehin variierenden der Alten Armee noch den stärker standardisierten der Reichswehr. Dieser „Mangel“ ist objektiv keiner – denn zum einen entspricht die Besetzung der Buker Husaren immer noch weitestgehend kavalleristischer Überlieferung. Zum zweiten liegt der Wert der Neueinspielung im Klang. Nichts gegen die dokumentierten musikalischen Leistungen der Trompeterkorps von Reiterregimentern, Fahrabteilungen und Artillerieeinheiten - aber die Tonqualität der CD ist der Schellackplatte dann doch vorzuziehen. Die Abwesenheit eines Pikkolopistons scheint da verschmerzbar.
Auf der CD erklingt zeremoniell-feierliche, appellative Musik, prächtig, vornehm und würdevoll – geradezu beispielhaft in Johann Heinrich Krauses Parademarsch (AM III, 1f) oder im Parademarsch im Schritt des Königlich Sächsischen Husaren-Regiments Nr. 19. Besonders hervorzuheben sind die Wiederentdeckungen bzw. Erst- und Neueinspielungen der CD, wie Theo Rupprechts begeisterndes Tongemälde „Marsch der Pappenheimer Reiterschwadron“, das bislang in keiner modernen Einspielung vorlag. Gleiches gilt auch für den an Zitaten reichen Galoppmarsch „Reitergeist“ von Paul Prager. Und wer kannte bislang schon den geradezu heiteren Marsch der Hannoverschen Garde-Kürassiere, eines Truppenteils, der im 19. Jahrhundert nur für wenige Jahre überhaupt diesen Namen führte? Auch Eduard Dähnes „Marsch der Reitenden Abteilung des Feldartillerie-Regiments Nr. 12“ fristete zu Unrecht eher ein Nischen-Dasein, während „Vor 50 Jahren“ von Carl Faust dem Garde-Kürassier-Regiment in Berlin als Marsch für die wenig reiterlichen, aber manchmal unvermeidlichen Paraden zu Fuß diente.
Absolut hörenswert ist auch das übrige Programm, dessen Ausgangspunkt die überlieferten Regimentsmärsche des Husaren-Regiments Kaiser Nikolaus II. von Russland (1. Westfälisches) Nr. 8 bilden – denn ihnen fühlen sich die heutigen Buker Husaren besonders verpflichtet. So überzeugt schon der Einstieg mit der Paradepost der berittenen Truppen, die in den Marsch der Finnländischen Reiterei (AM III, 70) überleitet . Darüber hinaus bietet die CD eine inhaltlich gut durchdachte Zusammenstellung kavalleriebezogener Märschen aus den Königreichen Preußen, Hannover und Sachsen sowie der Weimarer Republik. Die Regimentsrufe stammen überwiegend von Kavallerieregimentern der preußischen Armee, deren Traditionspflege nach 1919 auf die Schwadronen des 15. (Preußischen) Reiter-Regiments in Schloss Neuhaus, Paderborn und Münster übergegangen war.
Fazit: die CD „Husaren voran“ bereitet Freude. Das ist dem engagierten Vortrag der Musiker aus dem Altenbekener Land zu danken, die unter dem Dirigat von Antonius Wiethaup und Bernd Rößler überzeugend an die Tradition der einstigen „Papsthusaren“ anknüpfen. Zu deren Nimbus in Westfalen und ganz Nordwestdeutschland trug sicherlich die Musikerpersönlichkeit des einstigen Stabstrompeters Hugo Gerlach (1883-1964) bei, der als Musikmeister auch die Nachfolger der 8. Husaren, das Reiter- bzw. Kavallerieregiment 15 anführte und auch in den 1950er und 60er Jahren mit Veteranen seiner Trompeterkorps populäre Konzerte veranstaltete. Teils unveröffentlichtes historisches Fotomaterial aus den Beständen der DGfMM sowie der Buker Husaren Sven Scharnhorst und Ulrich Zimmermann ergänzt die Informationen zum Regiment und den Musikstücken im 24 Seiten starken Beiheft dieser CD-Produktion. Sie ist der bleibende Nachklang zum 60-jährigen Jubiläum des Trompeterkorps 8. Husaren Buke 2009 und dokumentiert Rares wie Vertrautes und gleichermaßen Wertvolles.

Bezugsmöglichkeit:
www.husaren-buke.de

 

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