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HomeHinweiseCD Feuerwehr Olpe

CD Musikzug Freiwillige Feuerwehr Olpe

Musikalische Brillanz mit bescheidenem Titel

 

Welchen Stellenwert die Blasmusik im Sauerland einnimmt, muss man heute keinem Mitglied der DGfMM mehr verdeutlichen, hat doch die Gesellschaft hiervon in mannigfacher Weise schließlich selbst profitiert. Man wird den vielen guten Kapellen des Sauerlandes nicht Unrecht tun, wenn man feststellt, dass der großartige Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Olpe in dieser Region zumindest der primus inter pares ist.
Zum 700jährigen Jubiläum der Stadt Olpe produzierte deren musikalisches Aushängeschild eine als „Sonderausgabe“ bezeichnete CD. Ihr auf den ersten Blick recht „harmloser“ Titel lautet „Marschparade und Großer Zapfenstreich“. Betrachtet man sich zunächst die „Marschparade“, fällt sofort auf, dass hier ein Kenner für die musikalische Dramaturgie verantwortlich sein muss. Ein Melodienstrauß aus deutschen, amerikanischen, russischen, französischen, schwedischen und österreichischen Märschen ist zunächst gar nicht so ungewöhnlich. Aber es ist die Reihung und die Auswahl der Titel, welche den besonderen Reiz ausmacht und einen ungewöhnlichen, besonders kurzweiligen Hörgenuss garantiert:

Der großartige „Deutschen Marsch“ von Guido Rennert, „Chef-Arrangeur“ des Musikkorps der Bundeswehr, ist für uns einer der besten Märsche, die in den letzten Jahren geschrieben wurden. Er ist deshalb auch ohne Zweifel das treffendste Eröffnungsstück für die Marschparade. Auf ihn folgen Harry L. Alfords schwungvoller „Purple Carnival“ und einer der schönsten Präsentiermärsche schlechthin, nämlich der „Marsch des Leib-Garde-Preobraschenski Regiments“ eines unbekannten Komponisten. Diese drei Märsche bilden den ersten großen Wurf der Marschparade. Die folgenden drei Stücke generieren ihrerseits wieder eine neue „Höratmosphäre“: es sind dies der herrliche, leider zu wenig aufgeführte „Marsch nach Melodien des Königs von Hannover“, der französische Nationalmarsch „Sambre et Meuse“, den die Olper in feiner Manier à la française spielen, und der „magyarische“ „Alsenströmer“ des großen Piefke. Einer der bekanntesten Märsche des Altmeisters aus Frankfurt an der Oder ist der „Düppel-Schanzen-Sturmmarsch“, der hier eingerahmt ist von Sousas brillanten „Hands Across the Sea“ aus dem Jahre 1899 sowie dem „Parademarsch der Kgl. Svea Leibgarde“.

Wer nun annimmt, in Olpe sei man zu keiner weiteren Steigerung eines Marschkonzertes mehr in der Lage, täuscht sich, denn überaus geschickt folgt nun in der brillanten Bearbeitung von Gerhard Baumann der unvergleichliche „Russische Marsch“ von Johann Straus II., welchen derWalzerkönig im Jahre 1886 dem Zaren Alexander III. widmete. Mit einem der schönsten und bekanntesten preußischen Kavalleriemärsche, dem Parademarsch Nr. 1 von Julius Möllendorf, wird übergeleitet zum Großen Zapfenstreich, den der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Olpe in der Fassung der Bundeswehr zur Aufführung bringt, will sagen mit Anmarsch (traditionsgemäß mit dem Yorckschen Marsch von Beethoven), der Serenade (Königgrätzer – Marsch I. Bataillon Garde – Silberkondor) und anschließend dem Großen Zapfenstreich selbst mit Ausmarsch.

Das bekanntermaßen überaus disziplinierte Auftreten der Olper Musik und ihre Erfahrung mit dieser festlichen Abendmusik machen sie zu einem berufenen Interpreten des Großen Zapfenstreiches und lassen manche Argumente, die Aufführung der Zeremonie auf Musikkorps der Bundeswehr oder der Polizei einzugrenzen, als fadenscheinig und kaum haltbar erscheinen. Die Interpretation des Großen Zapfenstreiches durch Olpe ist auf alle Fälle auf höchstem Niveau angesiedelt. Traditionelle Musik aus Olpe – hier darf vor allem der „Olper Schützenmarsch“ nicht fehlen - rundet das musikalische Bild ab. Das „Abendlied und deutscher Zapfenstreich“ von Gerhard Scholz führt die Musik der CD schließlich zu einem angemessen feierlichen Höhepunkt.

Wir machen keinen Hehl daraus, dass die recht unscheinbare CD eine der besten militärmusikalischen Einspielungen der letzten Jahre darstellt, deren hohes Niveau keinen Wunsch offen lässt und jene prickelnde Atmosphäre auf den Hörer überträgt, die man bei vielen nationalen und internationalen Produktionen der Blasmusik immer wieder vermisst.
 

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